Evangeliche Markuskirche Butzbach
Besinnliches, Fürsorgliches, Seelsorgerliches und Träumerisches
Mittelpunkt evangelischen Lebens in Butzbach auch außerhalb des Hessentages ist die dreischiffige gotische Markuskirche, die in ihrer heutigen Gestalt um 1520 fertiggestellt wurde. Die Kirche geht auf eine frühgotische Basilika mit flacher Decke und schmaleren Seitenschiffen aus dem 14. Jahrhundert zurück. Zeugen aus dieser Zeit sind etwa das Mittelschiff und der Mittelchor. Wesentliche Veränderungen der Kirche gab Landgraf Philipp III. von Hessen-Butzbach (1609 – 1643) in Auftrag, nachdem sich bereits 1536 die Reformation in Butzbach durchgesetzt hatte. Der Landgraf stiftete 1617 die Kanzel und vorher bereits, 1614, den Orgelprospekt. In das kostbare Gehäuse wurde ein neues Orgelwerk mit 22 Registern eingebaut und 1990 eingeweiht.
Als „Rosenkirche“ steht die Markuskirche während des Hessentages „mittendrin“: sie ist Zentrum evangelischer LebensArt, um das sich Programm und Markttreiben der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sammeln. Die Kirche steht nahezu rund um die Uhr offen, nicht nur für das bunte Programm der Evangelischen Kirche sondern auch als Ort der Ruhe und Besinnung. Bereits am späten Vormittag können Hessentagserschöpfte bei Orgel- und anderer Musik Erholung und Muße finden. Seelsorger des Tages laden um 12.00 Uhr zu Mittagsgedanken ein und stehen darüber hinaus zu – seelsorgerlichem – Gespräch bereit. Mit „Nach(t)klängen“ in der FürstenFürstengruft, die Philipp III. 1622 für seine Familie erbauen ließ, bietet sich dem Hessentagsvolk die Gelegenheit zu einem geistreichen Tagesabschluss.

Neuerscheinung zum Hessentag 2007:
Die Markuskirche Butzbach - Ein Führer. Butzbach 2007, 68 Seiten