Rosenkirche als Publikumsmagnet

RosenkircheButzbach. Die Evangelische Markuskirche in Butzbach, während des diesjährigen Hessentages in eine „Rosenkirche“ verwandelt, entwickelt sich seit der Eröffnung am vergangenen Freitag zum wahren Publikumsrenner. Die mit rund 6.000 Rosen geschmückte Kirche ist seit Beginn des Hessentages bereits von tausenden Menschen besucht worden, die ihre Begeisterung und Verzückung in vielfältiger Form ausdrückten ...mehr

Das Programm der EKHN wurde mit dem Programm „Rosenmeer und Lichterglanz“ eröffnet. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch, Landtagspräsident Norbert Kartmann, der Präses der Synode der EKHN, Prof. Dr. Karl-Heinrich Schäfer, Butzbachs Bürgermeister Michael Merle sowie weitere Ehrengäste erlebten eine festliche Eröffnung, musikalisch geprägt von der Sopranistin Verena Küllmer.

RosenhochzeitIn einer stimmungsvollen Trauzeremonie, Höhepunkt des zweiten Tages des Programms der EKHN, erlebten Olaf Heuschmann und Susann Heuschmann-Foge den wohl bislang schönsten Tag ihres Lebens. Sie feierten „ihre“ Rosenhochzeit in der Rosenkirche. Das aus 33 Paaren ausgeloste Paar wurde von 50 Hochzeitsgästen begleitet, aber auch viele Hessentagsbesucher ließen sich das Fest nicht entgehen.

Zu stehenden Ovationen riss Klaus Hoffmann mit seinen Liedern von Jacques Brel das Publikum hin. Die ausverkaufte Rosenkirche war der ideale Rahmen für den Künstler, der sein Publikum nicht nur gesanglich sondern auch durch humorvolle Zwischentexte zu fesseln wusste.

Die Predigt des Festgottesdienstes „Wie auf Rosen gebettet“ hielt der Kirchenpräsident der EKHN, Prof. Dr. Peter Steinacker. Die Segensworte aus dem 4. Buch Mose 6 bildeten die Grundlage der Predigt, in der der Kirchenpräsident auch auf den bevorstehenden G-8-Gipfel in Heiligendamm einging. Steinacker wies auf die Hoffnungen, aber auch die Ängste hin, die auf diesem Gipfel liegen. Noch gäbe es keine Rosen ohne Dornen, so Steinacker weiter. Darum will Gott die Menschen mit seinem Segen stärken, auch und gerade beim Hessentag und in den Tagen des so befrachteten Gipfeltreffens.

Barbara Auer in der RosenkircheBarbara Auer hatte bei ihrer Lesung aus Werken des Lyrikers Robert Gernhard ein aufmerksames Publikum. Die Mischung aus Ernstem und Heiterem, Ironischem und Makaberem kam sehr gut an. Musikalische Zwischenpunkte setzten Tilmann Höhn und Ali Neander mir ihren Gitarren.

Am Montagabend bebte die Rosenkirche: das Erste Allgemeine Babenhäuser Pfarrer (!) Kabarett entfachte wahre Lachstürme. Fast zweieinhalb Stunden lang jagte eine Pointe die nächste, verlangte Wortspielerein die Aufmerksamkeit des Publikums, machten leise Töne nachdenklich.

Wie vielfältig Evangelisches Leben ist belegen die Auftritte der Posaunenchöre, die allabendlichen Nachtgedanken in der Rosenkirche und die täglichen Spaziergänge der Elisabeth von Thüringen durch Butzbach, in deren Kostüm die 16jährige Katharine Krause die Besucherinnen und Besucher in die Rosenkirche einlädt. Und wenn es dann endgültig Nacht wird verändert auch die Rosenkirche ihr äußeres „Gesicht“. Auf ihre Seitenwand zaubert der Lichttechniker Gerd Meiswinkel mit Hilfe eines von ihm gestalteten Dias eine Rose, die den Betrachter in ehrfürchtiges Staunen versetzt.